Zuckeralternativen im Vergleich


Mein erster Gedanke als ich damals nach einem Zuckersatz gesucht habe, war Honig. Leider sprechen die Fakten gegen 

Zuckerfrei mit Honig?

Honig und Zucker im Vergleich
Honig vs. Zucker

Honig enthält bis zu 85 verschiedene Arten von Zucker und ist genauso ungesund wie Zucker-und das bei ähnlichem Kaloriengehalt!

Das Einzige, das Honig von Zucker unterscheidet sind seine zusätzlichen Inhaltsstoffe.Dazu zählen unter anderem Mineralstoffe, Vitamine und Enzyme.Er wirkt antibakteriell und entzündungshemmend.

Schaut man sich den Gehalt der Inhaltsstoffe in Milligramm pro 100g Honig an, dann stellt man fest, dass man Honig literweise essen müsste, um von ihm als Zuckerersatz ansatzweise profitieren zu können. 

Viele gute Inhaltsstoffe im Honig werden beim Erhitzen ohnehin zerstört. Daher macht es wenig Sinn mit Honig zu backen oder seinen Tee damit zu süßen. Beim Süßen punktet Honig eher durch sein Aroma.

Honig besteht hauptsächlich aus Fruchtzucker, Traubenzucker und Wasser. 100g haben ca. 100 kcal weniger als Zucker. Dadurch dass Honig Wasser enthält hat er eine geringere Süßkraft. Das heißt der Kalorienvorteil gleicht sich schnell wieder durch eine höhere Dosierung aus! 

Honig enthält mehr Nährstoffe als Zucker. Das macht ihn aber als Zuckerersatz nicht gesünder! Honig besteht wie Zucker auch aus Traubenzucker und Fruchtzucker! Es ist das Gleiche in grün, eben nur mit ein paar mehr Zusatzstoffen. 

Kauft ihr euren Honig aus der Region, ist auch das ein Honig , der aus Zucker besteht! Dieser Honig ist zwar nicht gepanscht und hat den niedrigsten CO2-Verbrauch, eignet sich aber nicht für eine Ernährung ohne Zucker! 

Ich habe Honig mit meinem Zuckerverzicht von meinem Speiseplan streichen müssen. Ich weiß , dass viele in Honig eine sinnvolle Alternative zu Zucker sehen! Schaut man genau auf die Inhaltsstoffe, dann ist Honig kein guter Zuckerersatz! 

Zuckeralternativen Reissirup, Agavendicksaft, Kokosblütenzucker im Vergleich
Zuckeralternativen

Agavendicksaft

Agavensirup enthält abhängig von Anbau und Verarbeitungsmethode im Vergleich zu raffiniertem Zucker sehr viel mehr gesunde Begleitstoffe wie Mineralien, sekundäre Pflanzenstoffe und Spurenelemente. Er besitzt eine höhere Süßkraft und weniger Kalorien als weißer Zucker.Agavendicksaft hat aufgrund des hohen Fructosegehaltes eine höhere Süßkraft als raffinierter Zucker (100 g Dicksaft entsprechen etwa 125-150 g Zucker).

Aber auch hier gilt: Wer davon wirklich profitieren möchte, müsste literweise Agavendicksaft trinken – und das führt eher zu gesundheitlichen Nach- statt Vorteilen.

Der vergleichsweise hohe Gehalt an Fructose ist jedoch das größte Problem des Agavendicksaftes. Nicht alle Menschen vertragen Fructose (Fruchtzuckerunverträglichkeit bzw. Fruktoseintoleranz) und generell unterstützt eine hohe Aufnahme von Fructose die Entstehung des metabolischen Syndroms (Fettleibigkeit, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und Diabetes Typ 2 / Insulinresistenz).

Ein Vorteil ist der sehr geringe Glykämische Index von ca. 20 Prozent. Normaler Haushaltszucker hat hingegen einen Index von ca. 70 Prozent. Dadurch steigt und fällt der Blutzuckerspiegel deutlich langsamer, sodass Heißhunger weniger eine Chance hat

Kokosblütenzucker

Einige Hersteller vermitteln den Eindruck, dass das Süßungsmittel gesünder sei als Zucker. Sie werben mit einem vermeintlich hohen Nährstoffgehalt und niedrigem glykämischen Index. Dadurch soll der Zucker angeblich auch für Diabetiker geeignet sein. Doch Studien dazu gibt es kaum. 

Kokosblütenzucker wird aus dem Blütennektar der Kokospalme gewonnen. Der gesammelte Nektar wird eingekocht, getrocknet und anschließend gemahlen. Das Süßungsmittel ist überwiegend in Bioqualität erhältlich. Es wird größtenteils in Handarbeit gewonnen und nur gering verarbeitet. In der Zusammensetzung unterscheidet sich Kokosblütenzucker allerdings nicht allzu stark von Haushaltszucker: Der Anteil an Saccharose und dessen Bausteinen Fruktose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker) liegt etwa zwischen 70 und 96 Prozent. Daneben können sich in den Produkten bis zu 25 Prozent Wasser befinden. Weitere Inhaltsstoffe sind nur in sehr geringem Umfang enthalten. Bislang gibt es kaum Studien, die Aussagen über die gesundheitlichen Wirkungen von Kokosblütenzucker zulassen. Meist berufen sich Anbieter auf eine philippinische Studie, die angeblich den niedrigen glykämischen Index des Zuckers nachweist. Sie wurde allerdings an nur zehn Probanden durchgeführt und hat deshalb praktisch keine Aussagekraft. Es ist auch nicht nachvollziehbar, warum sich ein Zucker, der dem herkömmlichen Rübenzucker in der Zusammensetzung so stark ähnelt, grundsätzlich anders auf den Blutzuckerspiegel auswirken soll. In der Literatur gibt es bisher nur Vermutungen dazu.

Mit Blick auf die Kalorien ist der Kokosblütenzucker alles andere als gesund: 384 Kalorien pro 100 g stecken in dem Zuckerersatz. Zum Vergleich: In weißem Zucker sind es mit 400 Kalorien pro 100 g nicht viel mehr.

Auch die enthaltenen Kohlenhydrahte (ca. 90 g) entsprechen etwa der Menge, wie sie auch in weißem Zucker vorkommen (ca. 100 g). Außerdem schwanken die Nährwertangaben von Hersteller zu Hersteller: Einige werben damit, dass besonders viele Vitamine und Mineralienim Kokosblütenzucker enthalten seien. Diese Versprechen sind aber mit Vorsicht zu genießen. Denn um einen gesundheitlichen Vorteil zu ziehen, müsste man schon mehrere Kilo täglich verzehren.

Reissirup

Er besteht aus Oligosaccharide, Glucose und Maltose, sowie Mineralstoffen. Der hohe Anteil der Oligosaccharide (Mehrfachzucker) hat den Vorteil, dass sich die Zuckeraufnahme ins Blut verzögert und damit das Verlangen nach mehr Süßem ausbleibt.  An enthaltenen  Mineralstoffen sind Kalium, Magnesium,  Phosphor, Eisen und Calcium hervorzuheben. Da er keine Fructose enthält, ist er bei Fruktose-Malabsorption und Fructoseintoleranz bestens geeignet, ebenso bei Sorbitintoleranz. Zudem ist er glutenfrei, laktosefrei, histaminverträglich und vegan.

Reissirup schmeckt etwas weniger süß als Honig und ein wenig nach Karamell.

Wenn ihr mit Reissirup backen möchten, könnt ihr die im Rezept angegebene Zuckermenge 1:1 damit ersetzen. Da die Süßkraft etwas geringer ist als die von Haushaltszucker oder Honig, wird je nach Geschmack mehr Reissirup zum Süßen benutzt. Reissirup ist teurer als Zucker oder Honig: 500 Gramm kosten etwa sechs Euro.

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