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Zuckerfrei leben - ein Alltag voller Verzichte?


Die häufigste Frage, die mir gestellt wird seitdem ich zuckerfrei lebe:

 

,,Anja, was isst du denn überhaupt? Da bleibt doch nichts mehr übrig. Das muss doch ein Leben voller Verzichte sein!''

 

Genau das dachte ich damals auch und als ich das erste Mal zuckerfrei einkaufen war, festigte sich zunächst auch bei mir dieser Gedanke im Kopf.

Eins ist ganz klar: Der Zucker umgibt uns im Alltag wie ein durchsichtiger Nebel. Er lauert überall und bleibt ganz oft unbemerkt. Erst wenn man sich bewusst für ein zuckerfreies Leben entscheidet, fällt es einem wie Schuppen von den Augen. In fast allen verarbeiteten Lebensmitteln ist versteckter Zucker. 

 

Ich dachte damals ganz naiv, dass ich einfach die Süßigkeiten weglasse und dann passt das schon irgendwie mit dem zuckerfreiem Leben. Doch der Zuckerverzicht im Alltag geht viel weiter. Es geht um jeglichen Zucker, der Lebensmitteln zugesetzt wird. In fast jedem Nahrungsmittel oder Getränk, das ich damals konsumiert habe, war Zucker.

Am Wichtigsten waren mir damals Süßigkeiten. Ich wusste, dass ich es schwer haben werde von heute auf morgen die trainierte Gewohnheit abends vor dem Fernseher 1 Tafel Schokolade zu naschen, einfach so aufzugeben. Da hieß es schnellst möglich Alternativen finden! Mittlerweile gibt es eine beachtliche Auswahl an zuckerfreien Schokoladen und Süßigkeiten, die mir tatsächlich sehr geholfen haben und mich auch heute noch auf meinem zuckerfreien Weg begleiten. 

Der zweite Schritt war damals mir einzugestehen, dass es an der Zeit ist frisch zu kochen. 80% der Lebensmittel , die wir im Supermarkt kaufen können, sind voller Zucker. Da bleibt nicht mehr viel übrig außer frisches Gemüse und ein paar andere Produkte. Ich habe meine Ernährung dann komplett umgestellt. Es gab fortan keine Tiefkühlpizza oder ähnliches Fast Food mehr. Ich koche nur noch frisch und genieße es in vollen Zügen. Es schmeckt wunderbar, kostet mich nicht viel Zeit im Alltag, macht Spaß und ich weiß, dass ich meinem Körper etwas Gutes tue.

Ich habe beim täglichen Essen überhaupt nicht mehr das Gefühl , dass ich auf etwas verzichte. Ganz im Gegenteil!  Der Zuckerverzicht hat meinen Speiseplan bereichert und aufgewertet in jeglicher Art. Die einzige Herausforderung war es meinen inneren Schweinehund zu überwinden und mich aufzuraffen meine Ernährung umzustellen. Jeder kann das schaffen, auch in einem stressigen Alltag. Ich konnte auch nicht gut kochen! Jetzt kann ich es und bin tierisch stolz!

 

Verreise ich mal über ein paar Tage, dann koche und backe ich mir ein Essen vor. Planung ist alles und unabdingbar für ein zuckerfreies Leben.

Anfangs hatte ich gerade in Restaurants, wenn wir in einer Gruppe gegessen haben, oft das Gefühl des Außenseiters. Mittlerweile empfinde ich das gar nicht mehr so! In der Regel wird mir immer sehr freundlich entgegengekommen und 2 Gerichte ohne Zucker finde ich grundsätzlich immer auf der Speisekarte. 

Durch meinen Zuckerverzicht habe ich keinen Heißhunger mehr und es stört mich nicht anderen dabei zuzuschauen wie sie Schokolade und Gummibärchen naschen. Ich empfinde jetzt eher Mitleid und würde denen am Liebsten die Süßigkeiten wegnehmen und dann entsorgen.

 

Für mich ist mein Leben ohne Zucker eine absolute Bereicherung in jeder Hinsicht! Die ersten drei Monate waren sehr anstrengend. Doch das war es wert! Ich werde es mein Leben lang beibehalten. Zuckerfrei leben ist für mich nicht ein Leben voller Verzichte, sondern ein Gewinn in jeder Hinsicht. 

 

Ich bin nun sehr auf eure Meinung zu dem Thema gespannt!

 

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